| Die Leistungen: Betriebswirtschaft 1. EinführungIn der wissenschaftlich-fachlichen Definition untergliedert sich die Betriebswirtschaft in: Betriebswirtschaftliche Verfahrenstechnik Allgemeine Betriebswirtschaft Spezielle Betriebswirtschaften Zur betriebswirtschaftlichen Verfahrenstechnik zählen Buchführung, Kostenrechnung, Wirtschaftsrechnen, Finanzmathematik und Statistik. Die allgemeine Betriebswirtschaft befasst sich mit den wirtschaftlichen Phänomenen, die allen Betrieben gemeinsam sind. Die speziellen Betriebswirtschaften wenden sich den Besonderheiten in den verschiedenen Betriebsarten zu. Zu den speziellen Betriebswirtschaften zählen Industrie-, Handels- und Bankbetriebswirtschaft, Betriebswirtschaften des Handwerks, des Verkehrs, der Versicherungen, weiterhin - ohne Bezug auf eine bestimmte Betriebsart - die betriebswirtschaftliche Steuerlehre und Betriebswirtschaften des Revisions- und Treuhandwesens.
2. Unternehmen und BetriebEin Unternehmen wird definiert als ein aus der Zielsetzung Gewinnerzielung und dem Organisationswillen des Unternehmers bzw. Kapitalgebers sich ergebende Wirtschaftseinheit.In der Beschreibung für den Betrieb als eine planvoll organisierte Wirtschaftseinheit, die durch Kombination verschiedener Produktionsfaktoren - Arbeitsleistungen, Betriebsmittel (technische Apparatur) und Werkstoffe (Rohstoffe, Halb- und Fertigteile) als Elementarfaktoren sowie Betriebs- und Geschäftsleitung als dispositive, dazu Planung und Organisation als derivative Faktoren - Sachgüter oder Dienstleistungen produziert und bereitstellt, zeigt sich, dass die Definition des Unternehmens der Oberbegriff für die Wirtschaftseinheit Betrieb ist, wogegen der Begriff Betrieb auf das Zusammenwirken der genannten Produktionsfaktoren als Funktionseinheit abstellt.
3. Unternehmensberatung und betriebswirtschaftliche BeratungInsbesondere kleine und mittlere Unternehmen bedürfen, wegen aus wirtschaftlichen Gründen nicht vorhaltbaren eigenen Fachressourcen, einer intensiven fachlichen Beratung und Betreuung.Im Bereich der Gestaltung, des Rechnungswesens, der Steuern sowie des Revisions- und Treuhandwesens stehen dafür Wirtschaftsprüfer und Steuerberater als die Fachberater zur Verfügung, die wie keine anderen Berater ihre Qualifikation durch Studium und qualifizierte Kammerprüfungen unter Staatsaufsicht nachgewiesen haben; zusammenfassend: Wirtschaftprüfer und Steuerberater sind die einzigen Unternehmensberater mit offiziellem Qualifikationsnachweis.Kleine Unternehmen nehmen überwiegend das Angebot des steuerberatenden Berufs zum Outsourcing ihrer Buchhaltung und ihrer Personalabrechnungen in Anspruch. Zum Bedauern des Steuerberaters findet sein Angebot einer Gestaltung der Buchhaltung als Instrument für die Realisierung der Zielsetzung einer planvoll organisierten Wirtschaftseinheit für den Betrieb noch nicht den Anklang, den es seiner Bedeutung nach haben müsste. Der größte Teil der outsourcenden Klientel des Steuerberaters beschränkt sich auf die gesetzlichen Anforderungen für seine Buchhaltung, ohne deren weitergehenden Möglichkeiten der in betriebliche Teilbereiche hinein reichenden ergebnisorientierten Planung und Kontrolle für sein Unternehmen zu nutzen.Wie einfach und erfolgswirksam die pragmatische auf die Bedürfnisse eines kleinen Betriebes ausgerichtete Gestaltung eines Rechnungswesens als Planungs-, Steuerungs- und Kontroll-Instrument sein kann, zeigt folgendes Beispiel:Der Autobetrieb Mustermann mit 12 Beschäftigten in der Werkstatt beklagte bei seinem Steuerberater die ihm fehlende Ergebnistransparenz seiner Geschäftsbereiche Neuwagen, Gebrauchtwagen und Werkstatt. Der Steuerberater beauftragte seinen Betriebswirt mit der Gestaltung und Erweiterung der Buchhaltung um eine Kostenrechnung mit einem Abrechnungskreis für die drei Hauptbereiche (Profit-Center) Neuwagen, Gebrauchtwagen und Werkstatt (KOST-1) sowie einem weiteren Kostenbereich für Verkäufer und Werkstattmitarbeiter (KOST-2), beide Kreise ergänzt um die Verwaltung.Die unternehmerischen Ziele wurden als Planvorgaben in die Kostenstellen eingestellt. Danach konnte im Rahmen der bisherigen Buchhaltungsroutinen, nur ergänzt durch die Kennziffern für die jeweils betroffenen Kostenstellen und ohne weiteren Personalaufwand in der Verwaltung, monatlich festgestellt werden, aus welchen Einzelergebnissen sich die Profit-Center-Ergebnisse und das Gesamtergebnis ergaben und wo Abweichungen gegenüber den Planansätzen zu verzeichnen waren.Durch das einfache Erkennen und Beseitigen von Schwachstellen durch die geschaffene Transparenz steigerte der Unternehmer bei unveränderter Konjunktursituation durch Kosten- und Leistungsmaßnahmen sein erstes Jahresergebnis gegenüber dem Vorjahr um 43%. Besondere Freude bereitete ihm dabei, dass er durch die nunmehr feststellbare und planbare Auslastung seiner Werkstattmitarbeiter, die sich anfänglich mit einer Streuungsbreite von -20 bis +140 % Deckungsbeitrag unter den einzelnen Mitarbeitern herauskristallisierten, in der Lage war, der ständigen Argumentation der Werkstattmitarbeiter, keine Fahrzeuge zu Inspektionen und Reparaturen mehr annehmen zu können, da man bereits "zu" (=ausgelastet) sei, gezielt durch nachweisbare Auslastungsgrade entgegen treten und gezielt planen zu können.
Diese Beschreibung als Download
|
| |